Home
Über uns
Kassenärztliche Leistungen
Individuelle Gesundheitsleistungen
Kosmetisch - ästhetische Leistungen
Stielwarzen
Alterswarzen
Altersblutschwämmchen
Erweiterte Äderchen - Couperose
Besenreiser
Fruchtsäurebehandlung
Botulinumtoxin
Hyaluronsäure
Poly-L Milchsaeure
Altersflecken
Fettpolster und Cellulite
Kontakt
Datenschutz
      

Faltenglättung durch Botulinumtoxin

Botulinumtoxin ist ein natürlich vorkommendes Bakteriengift, das von Clostridium botulinum unter anaeroben Bedingungen also unter Luftausschluss gebildet wird. 1895 wurde dieses Bakterium als Erreger des Botulismus entdeckt. Hervorgerufen wird diese Vergiftung am häufigsten durch den Genuss verdorbener und kontaminierter Lebensmittel, die zur Konservierung unter Luftabschluss gelagert werden, wie beispielsweise in Wursthäuten, Vakuumverpackungen, Konserven, Flaschen und ähnlichem. Der Name Botulinumtoxin leitet sich von lateinischen Wort Botulus  für Wurst ab, da die Vergiftungen typischerweise durch den Verzehr verdorbener Wurstwaren auftraten. Die Symptome dieser Erkrankung äußerten sich in einer Lähmung der Drüsentätigkeit und der gesamten Muskulatur bis hin zu Herzrhythmusstörungen und Atemstillstand.

  • Stärkstes bekanntes Nervengift
  • Gebildet von Clostridium botulinum
  • Verursacher des Botulismus
  • lat.: botulus = Wurst

Wirkung von Botulinumtoxin

Botulinumtoxin verhindert die Freisetzung und Ausschüttung von Acetycholin in den synaptischen Spalt, also den Übergang vom Nerven zum Muskel bzw. zur Schweißdrüse, so dass die Erregungsübertragung verhindert wird. Hierdurch kommt es im Muskel zu einer vorübergehenden Lähmung  und an der Schweißdrüse zu einer Blockade der Schweißproduktion. Die Wirkungsdauer beträgt am Muskel 3-4 Monate, an der Schweißdrüse ca. 6-12 Monate. Während des zweiten Weltkrieges fürchteten die USA den Einsatz des Toxins als verheerende biologische Waffe und veranlassten unter strengsten militärischen Sicherheitsvorkehrungen seine systematische Erforschung, um geeignete Abwehrmaßnahmen zu entwickeln.

NervenHemmung der Erregungsübertragung durch Acetylcholin vom Nerven zum Skelettmuskel oder zur Schweißdrüse

Vom Gift zum Arzneimittel

Aufgrund dieser Erkenntnisse interessierten sich zuerst die Augenärzte für dieses Nervengift, um damit gezielt einzelne Augenmuskeln zu lähmen und dadurch das Schielen zu behandeln. Der Lidkrampf wird durch eine übermäßige krampfartige Kontraktion des Augenringmuskels hervorgerufen, die  einen unwillkürlichen Augenschluss bewirkt, der bis zur funktionellen Blindheit führen kann. Schon damals bemerkte man bei diesen Patienten als Nebenwirkung ein Verstreichen der Gesichtsfalten, ohne zu ahnen, dass ein Jahrzehnt später dieser Effekt für einen exponentiell wachsenden Umsatz dieses Medikaments in den USA sorgen würde.

Zugelassene Indikationen für Botulinumtoxin:

  • 1989 Schielbehandlung (Strabismus)
  • 1989 Lidkrampf (Blepharospasmus)
  • 2000 Schiefhals (Cervicale Dystonie)

Wie bei kaum einem anderen Medikament finden sich für Botulinumtoxin Berichte in der medizinischen Fachpresse über klinische Erfolge bei zahlreichen Anwendungsgebieten, die über die derzeit zugelassenen Indikationen hinausgehen. Dem Grundsatz der Therapiefreiheit folgend kann ein Arzt ein Medikament jedoch auch für eine nicht angegebene Indikation verwenden, wenn dies begründet und medizinisch geboten ist und ausreichende Kenntnisse existieren. Dieser Tatbestand liegt vor, wenn das Arzneimittel in der beabsichtigten Anwendung medizinisch-wissenschaftlich erprobt wurde und seine unerwünschten Arzneimittelwirkungen in ausreichendem Maße bekannt sind. Der Patient muss über die Tatsache der fehlenden Zulassung aufgeklärt werden.

Hervorragende Behandlungsergebnisse hat man bei Krankheitsbildern erzielt, die durch eine krankhaft erhöhte Muskelspannung oder anfallsweise auftretende Muskelverkrampfungen erzeugt werden, wie Spastiken mit Fußfehlstellung im Kindesalter, Schreibkrampf, Stimmkrampf, Tics, Zähneknirschen durch Verspannung der Kaumuskulatur, Analfissur durch Verspannung des Schließmuskels oder Harnverhalt durch Verspannung der Blasenmuskulatur. In vielen Fällen können auch Schmerzen, die durch muskuläre Verspannung entstehen gebessert werden wie Spannungskopfschmerz, Migräne, Tennisellenbogen und andere. Da durch Botulinumtoxin auch die Schweißdrüsen beeinflusst werden, kann die übermäßige Schweißproduktion an Händen und Achseln gestoppt werden.

Nicht zuletzt wird Botulinumtoxin natürlich zunehmend auch zur Korrektur mimischer Gesichtsfalten eingesetzt.

Weitere Indikationen für Botulinumtoxin:

  • Spastiken (Spitzfuß, Klumpfuß im Kindesalter, nach Schlaganfällen, bei Multipler Sklerose)
  • Schreibkrampf, Stimmkrampf, Tics
  • Zähneknirschen
  • Analfissur, Harnverhalt
  • Schmerzen durch muskuläre Verspannung (Spannungskopfschmerz, Migräne, Tennisellenbogen)
  • Übermäßige Schweißproduktion an Händen und Achseln
  • Korrektur mimischer Falten

Therapeutische Sicherheit

Da Botulinumtoxin nur in extrem hoher Verdünnung eingesetzt wird, wird es von der FDA (Federal Drug Association) als sehr sicher eingestuft. Da es die Blut –Hirn – Schranke nicht passieren kann, ist eine Wirkung im zentralen Nervensystem unwahrscheinlich. Auch eine Aufnahme über die Haut ist aufgrund seiner Molekülgröße nicht möglich.

Im Vergleich zu anderen sehr häufig eingesetzten Medikamenten wie Digitalis, Insulin oder Lidocain zeigt sich die hohe therapeutische Sicherheit dieses Medikamentes, da die therapeutische Dosis 50x unter der lebensbedrohlichen Dosis liegt.

  • Extrem niedrige therapeutische Dosen
  • Aufnahme über die Hautbarriere nicht möglich
  • Keine Passage der Blut – Hirn - Schranke

Korrektur mimischer Gesichtsfalten mit Botulinumtoxin

GesichtIm Gegensatz zu sog. Füllmaterialien wie z.B. Hyaluronsäure erfolgt die Injektion von Botulinumtoxin zur Faltenkorrektur nicht in die sichtbaren Hautfurchen, sondern in den verursachenden Muskel .Die genaue Kenntnis der Gesichtsmuskulatur ist natürlich Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie, deshalb sollte die Behandlung auch nur von entsprechend ausgebildeten Ärzten durchgeführt werden. Dabei werden die verwendete Dosis und die Injektionspunkte bei jedem einzelnen Patienten individuell festgelegt, je nach seiner Gesichtsanatomie und seinem Behandlungswunsch.

Behandlungsbeispiele

Botox a1 Botox a2

Botox b1+2

Botox c1+2

Mögliche unerwünschte Wirkungen

Injektionsbedingte Nebenwirkungen wie Brennen, kleine Blutergüsse oder Kopfschmerzen bilden sich in der Regel innerhalb von wenigen Tagen zurück. Selbstverständlich sollte eine gerinnungshemmende Vorbehandlung z.B. mit Acetylsalicylsäure, also Aspirin oder ASS 100  vorher abgesetzt werden.

Aber: Alle bislang beobachteten Botulinumtoxin - spezifischen Nebenwirkungen sind vollständig reversibel, das heißt, sie bilden sich innerhalb von 2-6 Wochen vollständig zurück. Damit bietet die Anwendung von Botulinumtoxin einen hohen Sicherheitsvorteil gegenüber anderen irreversiblen also nicht rückbildungsfähigen ästhetisch motivierten Eingriffen wie z.B. Face - Lifting oder Laser- Resurfacing.

Doch auch rückbildungsfähige Funktionseinschränkungen können zu einer erheblichen Beeinträchtigung führen. Sie entstehen meist durch eine unvorsichtige Dosisauswahl bzw. einer fehlerhaften Platzierung der gewählten Dosis Bei qualifizierter und umsichtiger Anwendung durch einen geschulten und erfahrenen Arzt ist die Botulinumtoxin - Behandlung dagegen ein sehr sicheres und den Patienten nicht belastendes Verfahren.

  • Brennen, kleine Blutergüsse, Kopfschmerzen
  • Stirn: Abflachung oder Absenkung der Augenbrauen
  • Augenbraue: Herabhängen des Oberlides
  • Augennähe: Sehen von Doppelbildern
  • Lippen: Beeinträchtigung beim Trinken, Sprechen, Pfeifen
  • Hals: Schluckbeschwerden
  • Allgemein: asymmetrisches Behandlungsergebnis

Insgesamt geht es speziell bei der Behandlung mit Botulinumtoxin überwiegend nicht nur darum, jünger auszusehen, sondern vor allem darum, einen freundlicheren offeneren und gelösteren Gesichtsausdruck zu erzeugen. Nach der Behandlung werden die Patienten von ihren Freunden oft gefragt: „Warst du im Urlaub? Du siehst so entspannt aus!“  Und viele Patienten berichten mir, dass sie sich viel wohler fühlen, wenn sie sich beim morgendlichen Blick in den Spiegel freundlicher und entspannter entgegenlächeln.

 
   
   
   
Top